I EXIST - nach Rajasthan

Szenisches Konzert

Event Details

Szenisches Konzert

03. April 2017 | 20.00 Uhr

TECHNIKUM
Grafinger Str. 6, 81671 München

Frei wählbarer Eintrittspreis
Tickets sind an der Abendkasse erhältlich.
Voranmeldungen für Tickets unter: office@whitebox-muenchen.de (Bitte Name und Ticketanzahl angeben).
 

„I EXIST – nach Rajasthan“ ist eine Gemeinschaftsproduktion
der Marc Sinan Company/YMUSIC '
mit den Dresdner Sinfonikern, Deutschland

und

Ethnologisches Museum in den Staatlichen Museen zu Berlin, Deutschland
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Deutschland
whiteBOX, München, Deutschland
No Borders Orchestra e.V., Serbien

Pécs 2010 e.V., Ungarn

RADIALSYSTEM V, Berlin, Deutschland

Rajeev Goenka Music Academy Dundlod, Indien

Jaipur Virasat Foundation, Indien

unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und den Kofinanzierungsfonds der Berliner Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten

 

Hier geht es zum Trailer

"I EXIST – nach Rajasthan" verarbeitet gemeinsam mit MusikerInnen, KünstlerInnen und Ensembles aus Europa und Indien, eine Reise zu den mythischen Ursprüngen eines Volkes. Uralte Erzählungen beschreiben die Herkunft der Roma aus Rajasthan. Die Begegnung mit diesem vermeintlichen Ursprung, bedeutet für die Avantgarde-Musikerin Iva Bittova und das Künstler-Duo Damian & Delaine Le Bas auch eine Bewegung zurück zu einem Teil ihrer Herkunft. Und diese Reise in das Fremde, wird zu einer Reise in die eigene Existenz.

Am 3. April 2017 um 20.00 Uhr wird das abendfüllende, szenische Konzert mit Videoinstallationen, Bühnenbild und Orchester im Technikum im Werksviertel aufgeführt. Die whiteBOX ist Veranstalter der Münchner Erstaufführung und neben dem RADIALSYSTEM V, Berlin und HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste, Dresden Koproduktionspartner des internationalen Projekts.

Die künstlerische Auseinandersetzung mit seinen eigenen kulturellen Wurzeln steht seit über zehn Jahren im Mittelpunkt des kompositorischen Schaffens von Marc Sinan. Dabei hat er eine sehr persönliche Arbeitsweise entwickelt, in der er aus dokumentarischem Video- und Tonmaterial eine Mischung mit der eigenen zeitgenössischen Musik formt. Es entsteht eine Partitur, die in der Tradition des Gesamtkunstwerks die musikalische, visuelle und narrative Ebene zusammenführt. Bei dem Projekt „I EXIST – nach Rajasthan“, stellt Marc Sinan diese Arbeitsweise in den Dienst der Suche nach der Verwurzelung der Roma in Indien und lädt sechs internationale Musiker und Künstler ein, ihre mögliche und mythenumwobene Herkunft aus Rajasthan zu erforschen: Iva Bittová, Delaine & Damian Le Bas, Raju Bhopa, Papamir, Dayam Khan sowie Mitglieder der Dresdner Sinfoniker und des No Borders Orchestra.

Drei Autostunden nordwestlich von Jaipur liegt Dundlod. Dorthin reisten die Protagonisten des Projekts und verbrachten mehrere Wochen gemeinsamer Arbeit an dem Ort im Herzen Rajasthans. Die Solisten und bildenden Künstler unterschiedlicher Genres haben sich in dem Jahr vor ihrer Reise intensiv mit ihrer Abstammung aus Rajasthan auseinandergesetzt – musikalisch, künstlerisch, spekulativ und wissenschaftlich. Diese Vorbereitung wurde in Videos, Skizzen und Tonmaterial dokumentiert. Am mythisierten Ort ihrer Herkunft entwickelte Marc Sinan mit und für die Musiker eine zeitgenössische Komposition, die sich aus dem gesamten Material speist und sich gleichzeitig den Protagonisten, ihrem Instrumentarium sowie ihrer Geschichte auf radikal neue Weise nähert. Am Ende steht ein Musiktheater, das als Nukleus in die Ensembles der Projektpartner gesetzt wird und in jeweils eigenständiger Ausprägung gemeinsam zur Aufführung kommt.

 

Die Künstler

Marc Sinan – Künstlerische Leitung, Komposition, Gitarre

Marc Sinan ist Sohn einer türkisch-armenischen Mutter und eines deutschen Vaters. Marc Sinans Kompositionen sind ein Lob der Differenzen um der Gemeinsamkeiten willen. Häufig auf Basis musik-ethnologischer Forschung von Seattle bis Rajasthan überführt er traditionelle Klänge, Videoprojektionen und Live-Musik in seinen Projekten in eine zeitgenössische Vision. Neben Solokonzerten und Kammermusik-Projekten mit Partnern wie dem Julia Hülsmann Trio, Jörg Widmann, dem türkischen Perkussionisten Burhan Öcal und dem iranischen Kamacheh Spieler Kayhan Kalhor, spielte Marc Sinan als Solist mit Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra, den Dresdner Sinfonikern und dem No Borders Orchestra. Sein Ensemble, die Marc Sinan Company, realisiert eigene Projekte und Konzertreihen. Mit seinen Werken und seinen Musikern war Sinan unter anderem auf dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, Istanbul Festival, Berliner Festspiele/Maerzmusik, Wiener Konzerthaus, bei ARTE, im Hörfunk, im europäischen Ausland, in Asien und Nord- und Südamerika zu hören. 2012 war Marc Sinan Stipendiat des Auswärtigen Amts in der neu eröffneten Kulturakademie Tarabya in Istanbul.
Seine musikalische Installation "Hasretim", ein Auftrag von HELLERAU – Zentrum der Europäischen Künste Dresden und der Dresdner Sinfoniker, wurde 2011 von der UNESCO ausgezeichnet. Wie zuvor "Fasil" (2009) ist die CD zu "Hasretim" bei ECM erschienen und wurde für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert. Für HELLERAU und das Berliner Gorki-Theater komponierte und inszenierte er in der Spielzeit 2013/2014 das dokufiktionale Musiktheaterprojekt "Dede Korkut" in Koproduktion mit den Dresdner Sinfonikern, das von der Elbe bis an den Bosporus tourte. In der Spielzeit 2015/2016 schuf er das Musiktheater "Komitas", das sich im Auftrag des Festivals TONSPUREN in Kloster Irsee sowie am Berliner Gorki-Theater mit dem armenischen Komponisten und Musikwissenschaftler Komitas Vardapet befasst. Von Februar bis Mai 2016 war Sinan Gastprofessor am Whitman College in Walla Walls, USA.

www.marcsinan.com

 

Die Dresdner Sinfoniker

Sie gehören zu den führenden Sinfonieorchestern für zeitgenössische Musik. Das europäische Ensemble hat seinen Sitz in Dresden und wurde mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem UNESCO-Sonderpreis und dem ECHO Klassik. Mit interdisziplinären, transnationalen Projekten, getragen von dem Wunsch nach Dialog und Austausch, haben sie sich weltweit einen Namen gemacht. Die Mitglieder der Dresdner Sinfoniker spielen in nahezu allen wichtigen Orchestern Europas. Unter der künstlerischen Leitung des Intendanten Markus Rindt, der die Dresdner Sinfoniker zusammen mit Sven Helbig 1997 gründete, finden sich die Musiker in wechselnder Besetzung regelmäßig zu neuen Projekten zusammen. Weltweit bekannt wurden sie 2003 mit Torsten Raschs preisgekrönter Neuvertonung von Rammstein-Songs „Mein Herz brennt“ (Deutsche Grammophon). Gemeinsam mit den Pet Shop Boys führten sie 2004 ihren neuen Soundtrack zu Eisensteins Stummfilm "Panzerkreuzer Potemkin" live auf dem Trafalgar Square auf, der dafür zum ersten Mal für ein Konzert gesperrt wurde. Mit der deutsch-mexikanischen Koproduktion "Codex Dresdensis – Konzert zum Ende der Zeit", die den musikalischen Austausch mit der indigenen Maya-Kultur auf Augenhöhe verwirklicht, gastierten sie 2014 in Mexiko. 2015 realisieren sie das türkisch-armenisch-deutsche Konzertprojekt "Aghet", das dem Gedenken des Genozids an den Armeniern gewidmet ist. Mit der "Symphony for Palestine" tourten die Dresdner Sinfoniker 2013 durch das Westjordanland. Beim Ersten Ferndirigat der Welt leitet Michael Helmrath das Orchester in Dresden vom Londoner Themse-Ufer aus. Als erstes sinfonisches Orchester überhaupt konzertierten die Dresdner Sinfoniker so 2008 mit einem virtuell anwesenden Dirigenten.   

www.dresdner-sinfoniker.de 

 

Das No Borders Orchestra

Das No Borders Orchestra wurde 2012 gegründet und vereint unter der Leitung von Premil Petrovic einige der führenden Musikerinnen und Musiker der Balkanregion. In der kurzen Zeit seit seiner Gründung hat sich das Orchester einen weltweiten Ruf erarbeitet und konzertiert in den großen europäischen Konzerthäusern, u.a. London, Wien, Lissabon, Strasbourg, Paris und Berlin und wurde 2013 von dem renommierten Klassik-Label Deutsche Grammophon für drei Produktionen unter Vertrag genommen. Neben künstlerischer Exzellenz steht eine gesellschaftspolitische Mission an vorderster Stelle: Das No Borders Orchestra als Nichtregierungsorganisation und tritt in seinen Projekten, die durch Kunst und Kultur politische und nationale Grenzen überwinden, für ein inklusives, interkulturelles, demokratisches und offenes Gesellschaftsbild ein.

www.nobordersorchestra.org

 

Iva Bittová

Iva Bittová wurde 1958 in Bruntál im Norden Moraviens im heutigen Tschechien geboren. Sie studierte Schauspiel und Musik am Konservatorium Brno und spielte im Ensemble des "Goose on a String Theater", eine Zeit, die sie bis heute als eine der prägendsten ihrer Karriere bezeichnet. Bittová arbeitete zunächst hauptsächlich als Schauspielerin in Hörspiel-, Fernseh- und Kinoproduktionen sowie am Theater und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Schauspielpreise, bevor sie sich schließlich nach dem Tod ihres Vaters – eines versierten und vielseitigen Musikers – entschied, in seine Fußstapfen zu treten und das Violinspiel und die Komposition in den Fokus ihrer beruflichen Tätigkeit zu stellen.
Aufbauend auf ihrer professionellen Stimmausbildung entwickelte sie schnell ihren charakteristischen Vokalstil, einer beschwörenden Mischung aus Sprechgesang und Chant, die sie über die meditativen, klagenden Linien ihres Geigenspiels intoniert. In ihrer Musik verbindet sie klassische Musik mit experimentellem Rock, Oper, Jazz und die Volksmusik ihrer osteuropäischen Heimat. Sie ist eine der führenden und international bekannten Protagonisten der tschechischen Avantgarde. Sie hat zahlreiche Solo-Alben, klassische Produktionen und Jazz-LPs veröffentlicht, unter anderem eine Soloplatte unter dem renommierten Jazzlabel ECM.
Seit 2007 lebt Bittová in New York / USA und arbeitet mit dem „Who’s Who“ der amerikanischen Musikszene, u.a. Don Byron, Hamid Drake, Bill Frisell, Bobby McFerrin und Marc Ribot. 2015 schloss Bittová ein weiteres Studium der Alten Musik und Musikwissenschaft an der Masryk Universität Brno ab. Sie ist Solistin in Marc Sinans aktuellem Projekt Rajasthan, das im April 2017 als Koproduktion der whiteBOX mit dem RADIALSYSTEM V, Berlin und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden im Technikum in München aufgeführt wird.

www.bittova.com

 

Delaine und Damian Le Bas, Bühnenbild

Delaine Le Bas (*1965) und Damian Le Bas (*1968) sind ein britisches Künstlerpaar mit Roma-Traveller-Hintergrund, das in seinen Arbeiten die Situation von Minderheiten thematisiert. International bekannt wurden sie u.a. durch ihre Teilnahme am ersten Roma-Pavillon der Biennale von Venedig 2007. Ihr Schaffen bewegt sich zwischen Outsider Art, Volkskunst und zeitgenössischer Kunst und verbindet visionäre, konzeptuelle und handwerkliche Ansätze. Ihre Werke sind auch ein Kampf darum, Stereotypen zu entfliehen.

AKTUELLE PROJEKTE

Ursprung/Origins - eine Versuchsannäherung

Preisträger Münchner Kunstpreis zwei:eins 2015

Klangfarben

Musik- und Kunstvermittlungsprojekt

Double Road - Residency

Kooperation mit der Initiative „Double Road“ und dem Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Bangalore, Indien

AUFTAKT! 2017

Jugendorchester-Festival mit der Jeunesses Musicales Bayern

Crowdfunding-Wettbewerb

Thema: "Stadtraum – München gestalten“

CORPS IN SITU IN CITY

Artist in Residence: Aline Brugel

STARTPROJEKTE

Püree-Linie

Theater-Performance-Parcours mit dem Produktionsbüro MILK

AUFTAKT! 2016

Jugendorchester-Festival mit der Jeunesses Musicales

Space Unfolding

Trondheim Voices & Asle Karstad mit Kurt Laurenz Theinert

Everything is a Remix

Ausstellung, Installationen & Veranstaltungen 

STRAIGHT OUTTA WHITEBOX

Street Culture Festival

ARCHIV

2017 (4)
selfciety

Medienkunstausstellung 

Double Road

Künstler aus Bangalore/Indien zu Gast in der whiteBOX

Living Colors

Klang- und Farbperformance

I EXIST - nach Rajasthan

Szenisches Konzert

2016 (5)
Geheimnis

Interaktive Ausstellung der Nemetschek-Stiftung

JuKi-Festival

Kinder- und Jugend-Festival im Werksviertel Mitte.

Funk the System

HipHop-Festival mit Battles, Shows, uvm.

Offene Ateliers

Die whiteBOX-Künstler präsentieren ihre Arbeiten

Flurfest

Werden Sie whiteBOX-Flurpate!

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